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Interview mit Primex CEO Kari Sarvanto auf Pharmaboardroom

Kari Sarvanto stellt Primex vor, ein innovatives, schnell wachsendes Unternehmen, das Vorreiter für ein neues pharmazeutisches Geschäftsmodell ist und sich stark auf den Bereich Anästhesiologie konzentriert. Er spricht über Unternehmertum, Innovation und neue Wege zum Erfolg im heutigen Pharmageschäft.

„Für große Pharmaunternehmen werden pädiatrische Patienten erst am Ende des Lebenszyklus mit der Verlängerung der Patentzeiten interessant. Wir hingegen sehen sie als Kernkunden und entwickeln neue Formulierungen und Packungen speziell für Kinder.“

Primex bezeichnet sich selbst als „innovatives und schnell wachsendes Unternehmen, das Vorreiter für ein neues pharmazeutisches Geschäftsmodell ist“. Was genau kann man darunter verstehen?

Als junges Unternehmen ist es uns gelungen, eine Strategie zu entwickeln, die kein Erbe der Vergangenheit tragen muss, sondern sich auf die schnelle Veränderung der Pharma-Landschaft durch die Interaktion mit den Klinikern konzentriert. Große Pharmaunternehmen sind sehr dominant, haben aber oft keinen Bezug zu den Bedürfnissen des Marktes. Wir haben dies erkannt und uns darauf konzentriert, die Marktgegebenheiten durch unsere Interaktion mit den Menschen zu verstehen. Wir sind nahe an unseren Kunden, das sind zum Beispiel unsere Partner, Krankenhäuser und Patienten. Wenn wir einen neuen Markt erschließen, gehen wir als Erstes zu den Kunden und fragen sie, an was es ihnen fehlt. Unser Fokus liegt auf Anästhesie und anderen anspruchsvollen Produkten. Gerade haben wir das erste pädiatrische Anästhetikum bei den Behörden der EU und der Schweiz zur Marktzulassung eingereicht. Für große Pharmaunternehmen werden pädiatrische Patienten erst am Ende des Lebenszyklus mit der Verlängerung der Patentzeiten interessant. Wir hingegen sehen sie als Kernkunden und entwickeln neue Formulierungen und Packungen speziell für Kinder.

Warum haben Sie sich entschieden, den Schwerpunkt Ihres Geschäfts speziell auf diesen Bereich zu legen?

Im Jahr 2011 haben wir Recofol von Bayer erworben.

Es war das erste Propofol nach dem Originalpräparat und die erste weiterentwickelte Lipidversion, mit der wir in den Anästhesiemarkt eintraten. Seit der Einführung des ersten Propofols vor Jahrzehnten gab es nicht viele neue Produkte für die Anästhesie, aber heute bringen wir ein neues pädiatrisches Anästhetikum auf den Markt; ein Produkt, das nach seiner Zulassung das erste Beruhigungsmittel für Kinder in Europa sein wird. Als pädiatrisches Produkt wurde es für Kinder entwickelt und an Kindern studiert, und wir haben in den letzten Jahren im Universitätsklinikum Amiens in Frankreich bereits Erfahrungen im klinischen Einsatz an etwa 10 000 pädiatrischen Patienten gesammelt.

Können Sie uns einen Überblick über Ihr aktuelles Produktportfolio geben? Primex hat in den letzten Jahren ein extrem starkes Umsatzwachstum verzeichnet. Welche Produkte sind für dieses Wachstum verantwortlich?

Recofol war zusammen mit Dobuject, unserer intravenösen Therapie für akute Herzinsuffizienz, unser wichtigster Umsatzträger. Alles in diesem Geschäftsfeld braucht Zeit, aber im Bereich Anästhesie verfügen wir über eine spannende Produktpipeline. Zur Definition unserer Portfoliostrategie verwenden wir die Metapher der Triade der Anästhesie: Sie wird mit Hypnose, Sedierung oder Bewusstlosigkeit verbunden; aber dieses Konzept hat noch zwei andere Seiten, mit denen der Anästhesiologe täglich arbeitet: zum einen die Analgetika oder Schmerzmittel und zum anderen die Mittel zur Muskelrelaxation und deren Reversion. All dies muss bei der Arbeit im Bereich Anästhesie berücksichtigt werden.

Wenn wir neue und insbesondere unerschlossene Märkte erschließen, wissen wir, dass die besten Produkte in Verbindung mit einem Verkaufsteam alleine nicht ausreichen.

Deshalb konzentrieren wir uns auf die Erschließung von Märkten durch die Interaktion mit politischen Entscheidungsträgern und Einkäufern von Krankenhäusern sowie die Bereitstellung europäischer Qualität in Übereinstimmung mit den von den lokalen Behörden geschätzten Standards. Zum Beispiel arbeiten wir in Indonesien mit einem großen lokalen Akteur zusammen.

Denn unsere Strategie besteht darin, lokal zu sein. Auf der anderen Seite gibt es die Tochtergesellschaften großer multinationaler Konzerne, die von Ausländern geführt werden, sodass es oft an einem Dialog mit den lokalen Akteuren mangelt. In der Vergangenheit mussten wir weltweit an Türen klopfen und Primex vorstellen, doch jetzt ist es einfacher, da unsere Marke durch unsere Produkte und unsere globalen Marketingaktivitäten Anerkennung erlangt hat.

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Quelle: http://pharmaboardroom.com/interviews/interview-kari-sarvanto-group-ceo-primex-pharmaceuticals-switzerland/
07.11.2016